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Zweiter Kreuzzug (1147 - 1149)
Der Zweite Kreuzzug begann im Jahr 1147 und endete im Jahr 1149 ohne nennenswerte Ergebnisse. Er war damit nicht nur einer der kürzesten, sondern auch einer der sinnlosesten Kreuzzüge der Geschichte.
"Auftraggeber" des Kreuzzugs war wie so oft die Kirche, ultimativer Auslöser war die Einbuße der Grafschaft Edessa im Lauf des Jahres 1144. Denn schon bald kam es zu immensen Konflikten zwischen den so genannten Kreuzfahrerstaaten, die in unmittelbarer Nachwirkung des Ersten Kreuzuzuges gegründet worden waren. Ebenfalls verwickelt in den zweiten Kreuzzug war das damalige Fürstentum Antiochia in der Normandie und das Byzantinische Reich.
Diese inneren Uneinigkeiten und Zwiste, riefen den Emir Zengi von Mossul im Jahr 1140 auf den Plan, Edessa zu erobern und die von den Muslimen "Franken" genannten in der Stadt angesiedelten Kreuzfahrer zu töten. Das setzte die anderen Kreuzfahrerstaaten unter Zugzwang und löste auf beiden Seiten immense Aggressionen und Kampfbereitschaft aus.
Aus Sicht der Kirche, machte dies einen weiteren Kreuzzug notwendig. Papst Eugen III rief deshalb in Zusammarbeit mit dem Zisterzienser Abt Bernhard von Clairvaux im Dezember 1145 zu einem zweiten Kreuzzug auf. Dieser Aufruf richtete sich zunächst an den französischen König Ludwig VII, der aber zuerst noch zögerte. Ein weiterer Appell erging an den deutschen König Konrad III, der sich zur Organisation und Durchführung des Kreuzzugs bereit erklärte. Gleichzeitig bemühte sich Bernhard von Clairvaux um die Stärkung des Templerordens, eines im Jahre 1120 in Jerusalem gegründeten christlichen Ritterordens, der zunehmend an Bedeutung und Einfluss gewann.
Konrad III und sein Gefolge brachen im Mai 1147 in Regensburg auf, Ludwig VII startete wenig später von Paris aus. Doch nicht nur Kreuzritterheere zogen in den Kampf: auch viele einfache, schlecht bewaffnete Bürger schlossen sich ihnen an. Plünderungen und Brandschatzungen entlang des Weges standen auch hier auf der Tagesordnung, nahmen aber nicht die Ausmaße derer des Ersten Kreuzzugs an.
Der Kreuzzug bewegte sich in Richtung Palästina, ein Teil davon aber auch in Richtung der so genannten Slawischen Wenden nördöstlich des Reichs. Deshalb ist der Zweite Kreuzzug auch als Wendenkreuzzug bekannt.
Gleichzeitig brach ein Konglommerat aus deutschen, englischen und flämischen Kreuzfahrern mit Schiffen auf, um die iberische Halbinsel, Lissabonn und weitere maurische Städte einzunehmen. Die deutschen Truppen setzten nach Kleinasien über. Es fand also eine ziemliche Aufsplitterung der Kampftruppen statt.
In Kleinasien teilte Konrad seine Truppen und verstrickte sie in Kämpfe mit den türkischen Seldschukken, die in einer fatalen Niederlage endeten. Die meisten Kämpfer verloren dabei ihr Leben.
Ludwig VII. und seine Franzosen trafen zu spät ein, vereinigten sich mit den restlichen Truppen Konrads III. und brachen nach Ephesos auf. Dort erkrankte Konrad und trat die Heimreise an. Bei Laodikeia wurden die restlichen Truppen von den Seldschukken angegriffen und erneut schwer geschlagen. Über Attaleia gelangten die restlichen Ritter nach Antiochia.
Konrad III übernahm inzwischen die Belagerung von Damaskus und traf 1148 mit Ludwig VII in Akkon zusammen. Edessa war bereits zerstört, deswegen schied die Stadt als Angriffsziel aus. Konrad III., Ludwig VII. und König Balduin III. von Jerusalem griffen gemeinsam das neutrale Damaskus an, das über hohen Reichtum verfügte und deshalb ein lohnenswertes Ziel darstellte. Die Belagerung begann im Juli 1148 und endete nach 10 Tagen aufgrund von akutem Wassermangel der Belagerer.
Konrad III. zog sich nach der erfolglosen Belagerung und einiger weiterer Niederlagen im September 1148 nach Konstantinopel zurück und nahm dort mit Manuel I. Komnenos Kontakt auf. Ende April 1149 kehrte auch Ludwig VII. nach Frankreich zurück, ohne Resultate vorweisen zu können. Bernhard von Clairvaux fühlte sich ebenfalls betrogen und rief zu einem dritten Kreuzzug auf, sein Aufruf blieb jedoch ohne Folgen.
Die Belagerung von Damaskus wirkte sich in Jerusalem negativ aus: Ein Misstrauen zwischen den einstigen Verbündeten entstand und gipfelte schließlich in der so genannten Byzantinischen Allianz und der Eroberung Jerusalems durch das mit Syrien vereinigte Ägypten. Was letztlich den Auslöser für den Dritten Kreuzzug darstellte.
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