Auszüge aus dem Content Network:
Haarausfall
Zweite Haare, dritte Zähne
Haarausfall ist ein allgemeines kosmetisches Problem. Es tritt erblich bedingt beim männlichen Geschlecht in der zweiten Lebensphase auf. Auch bei Frauen kann es zu einem Haarausfall kommen, auch hier wirkt der Haarverlust bedrückend. Bei
Frauen hat er allerdings oft andere Gründe, als bei Männern.
Man kann altersbedingten und krankheitsbedingten Haarausfall unterscheiden. Die Behandlungen sind dann jeweils unterschiedlich.
Haarausfall durch Krankheiten
Haare bleiben uns nicht ein Leben lang erhalten sondern fallen nach 2 bis maximal 6 Jahren aus. Dass wir also Kopfhaare verlieren, ist eine ganz normale Sache. Man untergliedert das Wachstum der Haare in 3 Phasen, der Anagenphase, der
Katagenphase und der Ruhephase. 80 Prozent der Haare auf dem Kopf befinden sich in der Anagen, also der Wachstumsphase.
Aus den Haarwurzeln werden im Monat 1 cm neue Haare gebildet. Die Haarwurzeln sind empfindlich gegen Einflüsse wie Drogen, Chemikalien und Hormone. In eine Schwangerschaft und in einer Hormonumstellungsphase kann es zu einem vermehrten Wachstum oder auch zu einer schnellen Übergang in die Ruhephase und dem anschließenden Ausfall der Haare kommen. Speziell bei Hormonstörungen und bei Chemotherapien treten solche Effekte bei beiden Geschlechtern auf. Solange die Haarwurzeln noch intakt sind, kann man nach der Chemotherapie oder Strahlentherapie wieder auf wachsende Haare hoffen. In dieser Zeit ist es trotzdem wichtig, dass der Patient eine Hilfe bekommt. Psychische Belastung kann auch die Heilungschancen dramatisch senken. Deswegen werden in diesen Fällen auch von der Krankenkasse Perücken bezahlt. Man sieht hier auch, wie gut mittlerweile aus medizinischer Sicht die Belastung durch einen Haarausfall für die menschliche Psyche dokumentiert ist.
Haarausfall bedeutet nicht Überempfindlichkeit sondern beeinflusst die Lebensqualität der betroffenen Menschen.
Haarausfall bei Männern
Bedingt durch das männliche Hormon Testosteron sterben mit zunehmendem Alter die Haarwurzeln ab. Es gibt Ansätze einer Behandlung, bevor die Haarwurzeln abgestorben sind. Das kann im Einzelfall helfen. Geheimratsecken werden aber nie wieder zu voller Pracht erblühen. Hierfür gibt es dann zwei Lösungsansätze. Man kann sich ein Toupet herstellen lassen, man kann eine Eigenhaartransplantation durchführen lassen oder eine Haartransplantation von einer Fremdperson. Das Toupet ist wohl das älteste Mittel der Wahl. Man muss sich nicht operieren lassen, aber das geübte Auge sieht den Unterschied doch. Manch hämischer Kommentar schadet dann dem Selbstbild mehr als es nutzt. Man denke an die Kommentare zum Fiffi- Träger Horst Tappert in der einschlägigen Boulevard Presse. Vieles spricht dann doch für eine endgültige Lösung, also eine Haartransplantation. Man kann aus anderen Regionen Haarwurzeln auf die Kopfhaut übertragen. Das geschieht in lokaler Narkose und ist mittlerweile gut etabliert. Die Haartransplantation hat geringe Nebenwirkungen und ist dauerhaft. Das Absterben der Haarwurzeln ist nämlich Kopfhaarspezifisch, deswegen ist die Eigenhaartransplantation auch in der Regel dauerhaft. Obwohl die psychischen Folgen des Haarausfalles gut dokumentiert sind, bezahlen gesetzliche Krankenkassen diese ärztliche Leistung nicht. Auch im Falle von Krankheiten wird die Haartransplantation nicht übernommen. Trotzdem spricht vieles für eine Haartransplantation. Sie ist dauerhaft, in der Pflege unkompliziert und weniger pflegebedürftig als ein Toupet.
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