Auszüge aus dem Content Network:
Diät - Abnehmen - Ernährung
Eigentlich weiß es jeder: schlank und fit wird man durch Bewegung und durch eine gesunde, sprich Ballaststoff- und vitaminreiche, Ernährung.
Warum ist es dennoch so schwierig die Fettpölsterchen, wenn sie sich einmal festgesetzt haben, wieder loszuwerden?
Einseitige Diäten sind sinnlos, ob es sich nun um die Kartoffel- Trennkost- oder 1000-Kalorien-Diät handelt, das weiß jeder und vor allem jede (!), die es schon einmal oder vielfach damit versucht haben, denn der berühmte Jo-Jo-Effekt, der das Gewicht nach einer Diät ganz schnell wieder nach oben schnellen läßt, wartet nicht allzu lange auf seinen Einsatz.
Dennoch sind jedes Frühjahr die Frauenzeitschriften wieder voll von Vorschlägen und Ratschlägen zur besten Diät, denn Interesse ist anscheinend im ausreichenden Maß vorhanden. Dabei sind Diäten nur dann sinnvoll, wenn Sie als Einstieg für eine dauerhafte Ernährungsumstellung dienen, als kleines Intermezzo zwischen all den Fetten und Kohlenhydraten, die sich viele Menschen im Übermaß im wahrsten Sinne des Wortes "einverleiben", können Sie mehr schaden als nützen.
Die Schwierigkeit dauerhaft abzunehmen liegt aber meistens leider nicht im mangelnden Wissen, denn dieser Mangel wäre leicht zu beheben sondern im seelischen Bereich, da Essen für die meisten Menschen weitaus mehr als Nahrungsaufnahme bedeutet.
Eine Funktion des Essens liegt auf dem sozialen und gesellschaftlichen Sektor, dem gegenseitigen Geben ud Nehmen, der Zusamemnkunft und der Gastfreundschaft, dem Zeigen von Freigiebigkeit oder Knauserigkeit. Falsche Ernährungsgewohnheiten
in der Familie haben einen Nachahmungseffekt, dem später nur schwer beizukommen ist. Das Beibehalten der gewohnten Ernährungsweise, auch nach dem Auszug aus der Kernfamilie hat einen psychisch stabilisierenden Effekt, weil es sich um etwas Vertrautes handellt, an dem festgehalten werden kann.
Hat sich die Familie vorwiegend fettreich ernährt, wurde hastig gegessen oder hat die Ernährung in irgend einer anderen Weise nicht, denn Anforderungen an eine gesunde, ausgewogene Lebensweise entsprochen, läßt sich nur mühsam und durch
bewußtes Verhaltenstraining, das angelernte Muster verändern und auf das Programm "gesunde Ernährung" umstellen.
Noch schwieriger wird es, wenn mit Essen tieferliegende psychische Probleme verdrängt und kompensiert werden, selbst starkem Übergwicht ist dann nur schlecht beizukommen und das Abnehmen kann sich äußerst anstrengend und zeitaufwändig
gestalten.
Dabei ist diese Form des "falschen" Essens durchaus verbreitet und sogar im hohen Maß gesellschaftlich toleriert. Es ist leichter, einen Alkoholiker auf sein Problem anzusprechen wie einen Übergewichtigen, denn die Verdrängungsmechanismen sind
viel subtiler und der Übergewichtige wird vor sich und anderen viel vehementer abstreiten, dass irgend ein Problem bestehe, außer das er eben "zu gerne esse" als irgend ein anderer mit einem Suchtproblem.
Es ist eben auch leichter, mal schnell wieder eine Diät zu probieren als sich schlicht und einfach der Frage zu stellen "Warum esse ich zuviel? Warum bekomme ich einen Heißhunger auf Süßigkeiten, wenn es mir schlecht geht oder wenn ich mich ärgere? Merke ich überhaupt noch meinen Ärger oder bin ich es gewohnt, ihn runterzuschlucken?"
Zu essen bis man satt ist - das ist die gesündeste Variante. Doch gegessen wird auch als Ausgleich für Streß, um starke Gefühle auszuhalten, die man meint sonst nicht bewältigen zu können, wie Kummer, Ärger oder manchmal auch Glück und hin
und wieder auch aus Trotz. Sagt einem der Partner allzu häufig, man solle doch ans Abnehmen denken, kann es sein, das ein "Nun erst recht"-Gefühl entsteht, schließlich möchte man ja nicht wegen seiner schlanken Figur geliebt werden und reinreden lassen möchte man sich auch nicht.
Manchmal würde man auch gerne seine Attraktivität hinter den überflüssigen Pfunden verstecken. Wie wäre es, wenn man wirklich schlank wäre und sich alle nach einem umdrehten ? Könnte man das aushalten oder wäre man im Grunde doch viel zu
schüchtern?
All dies sind Fragen, denen man sich wirklich ehrlich stellen sollte, bevor man an Diäten und die Umstellung der Ernährung denkt.
Der Rest ist dann noch das Einfachste: auf en Tisch gehören leckere Müslis, Vollkorn- und Körnerbrot sowie Obst zum Frühstück, knackige Salate, Fisch, Gemüse oder ab und zu Geflügel zur Hauptmahlzeit am Mittag oder Abend und zwischendurch
noch ein belegtes Brot. Gesunde Ernährung bedeutet alles andere als Verzicht und Askese.
Weiter Vorraussetzugen für ein gesundes Körpergewicht und überhaupt für ein gesundes Leben sind natürlich ausreichende Bewegung, genügend Schlaf und frische Luft. Binsenweisheiten eigentlich und dennoch manchmal so schwierig zu
verwirklichen!
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